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Dein Pferd im Fokus: Ablauf meiner osteopathischen Behandlung

  • Peggy Schreiber
  • 20. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Pferdebesitzer fragen sich: Wie läuft eigentlich ein erster Termin beim Pferdeosteopathen ab? Was passiert, wenn mein Pferd nicht "rund" läuft oder sich unter dem Sattel fest anfühlt?

In meiner Praxis bildet die Bewegungsanalyse die Grundlage jeder Behandlung. Allein durch das aufmerksame Beobachten können oft die entscheidenden Hinweise auf osteopathische oder physiotherapeutische Probleme gewonnen werden. Um dir einen Einblick zu geben, habe ich dir den Ablauf meines Behandlungskonzepts zusammengestellt.

1. Die Anamnese – Der Grundstein

Bevor wir das Pferd in Bewegung sehen, steht das Gespräch. Ich erfasse die Historie deines Pferdes: Welches Alter hat es? Welche Vorerkrankungen gibt es? Und vor allem: Wo liegen die konkreten Probleme im Alltag? Dies hilft mir, ein Bild von der Gesamtsituation zu bekommen.

2. Die Palpation – Fühlen statt nur Sehen

Durch Tasten (Palpation) verschaffe ich mir einen direkten Eindruck vom Gewebe. Ich fühle nach muskulären Verspannungen, Schwellungen, Wärme oder Schmerzpunkten im gesamten Körper des Pferdes.

3. Die Bewegungsanalyse – Das Pferd in Aktion

Dies ist das Herzstück der Diagnose. Wir beobachten das Pferd in verschiedenen Phasen, um ein unverfälschtes Bild zu erhalten:

  • Im Schritt und im Trab: Von vorne, hinten und von der Seite. Hierbei achten wir auf Symmetrie und Auffälligkeiten in den Gelenken und der Muskulatur.

  • In der Volte & an der Longe: Hier zeigen sich oft Biegungsprobleme oder eine einseitige Lastaufnahmeproblematik besonders deutlich.

  • ggfs. unter dem Reiter: Manche Probleme treten erst auf, wenn das Pferd Gewicht aufnimmt und arbeiten muss. Hierbei schauen wir uns das Pferd in der gewohnten Ausrüstung an, um auch Einflüsse durch Reiter, Sattel oder Reitweise einzubeziehen.

4. Die Befundung – Systematische Analyse

Auf Basis der vorangegangenen Beobachtungen und der Palpation dokumentiere ich die Ergebnisse in meinem Befundbogen. Dies ist mein roter Faden für eine präzise Diagnose:

  • Vorhand & Hinterhand: Wir analysieren gezielt die einzelnen Gelenke – vom Huf- über das Fessel- bis zum Hüft- oder Schultergelenk.

  • Wirbelsäule: Sie ist die Brücke des Körpers und wird systematisch von C0/C1 bis zu den Schwanzwirbeln auf Flexibilität und mögliche Blockaden geprüft.

  • TMG und Zungenbein: Auch diese oft unterschätzten Bereiche finden in der Befundung ihren Platz.

5. Osteopathische & physiotherapeutische Behandlung

Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse erstelle ich einen individuellen Behandlungsplan. Durch gezielte osteopathische Griffe und physiotherapeutische Techniken lösen wir Blockaden und lockern muskuläre Verspannungen, um die Bewegungsfreiheit deines Pferdes wiederherzustellen.

6. Trainingsempfehlung – Nachhaltigkeit sichern

Eine Behandlung ist nur so gut wie ihre Nachsorge. Damit dein Pferd langfristig gesund und leistungsfähig bleibt, erarbeiten wir gemeinsam eine Trainingsempfehlung. Dazu gehört oft Bodenarbeit, gezielte Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung (Propriozeption) oder Tipps zur Korrektur von Hufbalance und Reiter-Einwirkung.


Hast du das Gefühl, dass dein Pferd Unterstützung braucht? Eine frühzeitige Bewegungsanalyse kann oft größere Probleme vermeiden. Melde dich gerne, wenn du Fragen hast oder einen Termin vereinbaren möchtest!


 
 
 

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